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KenFM im Gespräch mit Christoph Hörstel: Zypern

Stellen Sie sich vor, Sie und Ihre Gang sind dabei, spät in der Nacht eine Luxus-Limousine zu stehlen, Sie wollen losfahren, und dabei löst sich scheppernd eine Radkappe. Jetzt ist die gesamte Nachbarschaft wach. Dieses Bild passt auf das, was wir gerade in Zypern erleben. Die Politik verkauft uns über die „embeddeten“ Medien, es ginge um ein zehn bis 15 Milliarden Euro schweres Rettungspaket, das Zypern bräuchte, um nicht in die Pleite zu rutschen. Dabei müsse man eben auch mal beim Kleinsparer zugreifen.

Hinter den Kulissen, sprich vor der Küste Zyperns, geht es in Wahrheit um gigantische Gasvorkommen, die alle Welt haben will. Gas für die nächsten 100 Jahre. Die US-Firma Noble bemüht sich schon lange um die Erschliessung dieser Gasfelder. Nur liegt Zypern direkt vor der Haustür Russlands. Zypern ist seit langem eine Steueroase für Russen. Hier werden Milliarden aus Russland gebunkert, gewaschen und Re-Investiert. Z.B. in die Erschliessung von Bodenschätzen. Zypern in die Pleite zu treiben ist ein taktischer Zug, um billig an Infrastruktur zu kommen.

KenFM wertet in einem Gespräch mit Christoph Hörstel, ehemaliger Korrespondent der ARD und heute Publizist und Regierungsberater, aus, was es mit Zypern auf sich hat.